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Struktur des Bildungshauses Walddorf
Bildungshaus 3 - 10
Das Ziel des Modellprojekts Bildungshaus ist es, eine ganzheitliche und bruchlose Bildungsbiografie des einzelnen Kindes zu fördern.
Bei uns wird dieser Weg mit viel Begeisterung und Engagement seitens der Erzieherinnen, der Lehrerinnen und Lehrer, der Elternschaft und der Trägerschaft des Evang. Kindergartens begangen.
Konzeptionelle Grundlage dafür ist auf Seiten des Kindergartens der Orientierungsplan. Kindergärten arbeiten zukünftig verstärkt angebotsorientiert und individualisierend. Kinder können hier selbst wählen, mit welchen Personen, Themen und Materialien sie sich beschäftigen wollen.
Ähnlich ist es auch bei dem Bildungsplan Grundschule von 2004.
Eine Kernfrage im Bildungshaus ist: Wie lernen Kinder? Die Antwort ist: Sie eignen sich die Welt durch aktives Handeln an. Sie lernen durch Erfahrung. Sie lernen, indem sie mit anderen Kindern und Erwachsenen agieren. Dabei
entwickeln sie ihr individuell unterschiedliches Lerntempo. Aus diesem Grund bietet die Schule konsequenterweise das jahrgangsübergreifende Lernen in 1/2 an.
Sowohl im Kindergarten, wie auch in der Schule erhalten die Kinder durch-gehend eine individuelle Rückmeldung ihres jeweiligen Entwicklungsstandes.
lm Bildungshaus wird das jeweilige Kind ganzheitlich gefördert. Das bedeutet, dass neben den klassischen Kulturtechniken Mathe und Deutsch
Schwerpunkte im musischen, sportlichen und handwerklichen Bereich liegen.
Das Motto
- Bildung stärkt den Menschen, und das von klein auf.
- Ich lerne gerne.
- In der Gemeinschaft erlebe ich die Vielfalt.
Kontinuität in den Lernprozessen
- Musikalische Erziehung (Rhythmus, Singen, Flöte als Basisinstrument)
- Sprachliche Förderung (Lesen, Eigentexte)
- Naturwissenschaftliche Erfahrungen (Forschen, Experimentieren)
- Werken
- Sport und Bewegung (Deutsches Sportabzeichen)
- Kernlieder und Kerntexte der evangelischen Kirche
- Soziales Miteinander
Bildungshausangebot im Schuljahr 2009 /2010 (Stand: März 2010)
- gemeinsame Angebote KiGa und Schule
Seit November wechselseitige Besuche der Schul- und Kindergartenkinder
zur Freiarbeit und Freispiel.
Jeweils vor und nach dem Unterricht über „Verlässliche Grundschule“ gemeinsame Betreuung von Kindergartenkindern und Grundschülern.
In der Pause zwischen Block II und III: Klassen 1 /2 und KiGa-Kinder gemeinsame Pause auf dem Gelände des Kindergartens.
Das Vorlesen der Schüler im Kindergarten wird von den Erzieherinnen begleitet.
Montag: Block I: Drittklässler lesen im KiGa vor
Geplant ab April 2010: Konstruieren und planen gemeinsam Bauwerke und ähnliches.
Nachmittag: Umweltbande: Kinder betreuen die Streuobstwiese.
Dienstag: Block I: Drittklässler lesen im KiGa vor
7:55 – 8:40 Uhr: Spielangebot mit 1 Erzieherin
8:40 – 9:25 Uhr: Mathe Klasse 1/ 2 mit 1 Erzieherin
Singemäuse (Schwerpunkt KiGa-Kinder) mit Frau Schäfer und einer Lehrerin
Die Teilnahme an der Forscher- und Gestaltungs-AG ist auch für einzelne interessierte KiGa-Kinder möglich ab Mai
Mittwoch: Block I: Drittklässler lesen im KiGa vor
Religion: Drei Projekte über das Jahr verteilt und
Kernlieder werden erlernt (ökumenische Gottesdienst-Gestaltung)
Erzieherinnen und Lehrerinnen gemeinsam
Donnerstag: Block I: Drittklässler lesen im KiGa vor
Sport mit Fr. Kampf-Scheuer, 2 Erzieherinnen, Maxis u. Erstklässler und Angebot des KiGartens
Block II: Gemeinsame Vesper
Kooperation Klasse 4 mit Fr. Schöttle
Ab 10:20 Uhr - 2 Erzieherinnen mit z.B. Schreibkonferenz
Block III: MUS-E-Projekt
Freitag: Block I: Drittklässler lesen im KiGa vor
Geplant ist ab April, dass die zukünftigen Erstklässler in die Freiarbeit- und
Freispielphase mit einbezogen werden.
Grundsätzliches zur Bildungshauswoche:
Während der Schulferien finden keine Bildungshaus-Angebote statt!
Es gibt Angebote, zu denen können Kinder angemeldet werden, andere sind freiwillig (das Kind wählt aus), oder wir bestimmen eine Gruppierung ( z.B. die Maxis, die Medis etc.)
TERMINE:
Ausstellung „Häuserprojekt“ im Altensteiger Rathaus vom 13.03. – 15.04.2010;
25.04.2010: Fest Musikverein; Chorkinder haben Auftritt
28.06.2010: Gottesdienst in Monhardt
19.07. – 24.07.2010: Kreativtage, sofern genug Elternrückmeldungen kommen.
09.07.2010: eventuell Abnahme des Deutschen Sportabzeichen in Calw
Elternprojekte: Drachenbasteln und Uhrenbasteln nach Absprache.
Struktur des Bildungshauses - Raumkonzeption:
Grundsatz des Bildungshauses:
Sowohl der Kindergarten, als auch die Schule erklären sich bereit, die Räume wechselseitig nutzen zu dürfen.
KiGa: Werkstatt, Atelier, Bewegungsraum
Mathematikecke, Bauecke (Forscherecke)
Schule: Foyer > Musik und Tanzraum, Chorarbeit, Speilezimmer
(Materialraum für Spiele), Brennofen, große Klassenzimmer
Schulhof und Kindergartenfreigelände können nach Absprache wechselseitig genutzt werden.
Regeln und Umgangsformen
für das Bildungshaus ( Kirche, Kindergarten, Schule )
- Wenn ich sitzen soll, dann sitze ich.
- Kopfbedeckung trage ich in keinem öffentlichen Gebäude.
- Wenn ich jemandem begegne, grüße ich. Grüßen, danken, entschuldigen!
- lch befolge die Anweisungen der Lehrer / Erzieher / Pfarrer ohne warum!
- lch begegne Erwachsenen mit Respekt ( lch schreie sie nicht an...).
- Stopp-Regel.
- Mit eigenen und fremden Sachen gehe ich sorgfältig um (Toiletten, Materialien...).
- Verhalten in Schulhaus und Kindergarten: lch gehe leise durch das Schulhaus und durch den Kindergarten.
- Verhalten in der Kirche während eines Gottesdienstes: lch bin leise, höre zu und stehe nur nach Aufforderung auf.
- Gesprächsregel: Einer redet, alle anderen hören zu.
- Zusätzlich in der Schule: Wenn es möglich ist, schauen wir zu demjenigen, der redet.
- lch halte vereinbarte Regeln ein.
