Stimmen durchdringen das Kirchenschiff


Schwarzwälder-Bote, vom 13.07.2011 - von Manfred Köncke
 
Altensteig-Waldorf. Eine wunderbare Akustik und volltönende, den letzten Winkel des Kirchenschiffs durchdringende Stimmen einer Handvoll Sänger: Das Jubiläumskonzert des Christlichen Männerchors Walddorf im voll besetzten Gotteshaus wurde zu einem eindrucksvollen und nachhaltigen Erlebnis. Erst nach zwei stürmisch geforderten Zugaben und rhythmischem Klatschen begeisterter Zuhörer verließen die acht Sänger den Altarraum.
Seit 30 Jahren bereichert der Chor die Morgenfeier, tritt bei Gemeindefesten, Evangelisationen und anderen kirchlichen Veranstaltungen in Walddorf und Umgebung auf. Einladungen erhielt man aus dem Elsass, von der Schwäbischen Alb und aus dem Unterland. Ein besonderes Erlebnis war 1993 die Konzert- und Begegnungsreise nach Israel.
Willi Bühler hat den Walddorfer Männerchor 1981 mit drei Gleichgesinnten gegründet. Er absolvierte die Chorleiterausbildung und betätigte sich später als Motivator zum Weitermachen, als der Chor kurz vor der Auflösung stand.
Das zweite Urgestein ist Organist Peter Kopp. "Er hat viele Chorsätze für Männerstimmen umgeschrieben", hielt Pfarrer Robert Helwig in seiner Laudatio fest. Zurzeit besteht die Singgemeinschaft aus neun Mitgliedern. Außer Willi Bühler (Zweiter Tenor) und Peter Kopp gehören ihr Gerhard Dreier, Günther Kopp, Hans-Jürgen Bast, Rainer Dietsch (alle Walddorf), Gerhard Dingler (Egenhausen), Friedhart Walz (Bösingen) und Tilo Niebergall (Haiterbach) an. Einen Dirigenten im klassischen Sinn gibt es nicht. Bei den Proben werden gemeinsam christliche Weisen einstudiert. Das Repertoire besteht zwischenzeitlich aus mehr als 200 Titeln. Für die "anrührenden" Lieder des kleinen, aber feinen Chors bedankte sich Helwig. Er äußerte die Hoffnung, dass er die Botschaft von Jesus Christus noch lange "in die Herzen der Menschen singt."
Auf dem Konzertprogramm standen mit "Adonai Roi" und "Osseh shalom" auch zwei Loblieder aus Israel. Bei "Herr Gott, du bist unsere Zuflucht" reihten sich ehemalige Chormitglieder in den Klangkörper ein. Begleitet wurde der Auftritt von einem Waldhornquartett, das mit eigenen Beiträgen den Konzertabend ergänzte und so zum lange in Erinnerung bleibenden Eindruck beitrug.


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